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Unsere ganze Geschichte!


Sommer 2019

 

Im Sommer 2019 hatten wir in ein Gespräch mit einer Stadtverwaltung über Entwicklungen zu Urban Gardening. In den Räumen war es aufgrund der hohen Außentemperatur des Sommers heiß. Wir schwitzten bereits, als wir auf das Thema Klimawandel kamen und im weiteren auch auf die Auswirkungen auf die Bäume in unserer, aber auch in anderen Städten. Es wurden Informationen geteilt, wonach in Gmünd und anderen Orten bereits so viele Bäume wie möglich zusätzlich mit kühlenden Säcken voller Wasser am unteren Stamm umbaut wurden. Dies sollte die Baumstämme in erster Linie vor der Sonneneinstrahlung schützen und ihnen helfen, in diesem speziellen warmen und trockenen Sommer nicht zu heiß zu werden und nicht auszutrocknen.
 
Das Leid der Bäume und unser Bewusstsein für kommende Wiederholungen dieses Szenarios in zukünftigen Sommern hat uns nicht losgelassen. Wie könnten wir das nachhaltig und mit einer guten und innovativen Idee ändern? Bei Spaziergängen in der Stadt ist uns neben dem hohen Aufwand für die Bewässerung der Bäume und den temporären Einsatz der Einmal-Verwendung von Säcke zusätzlich aufgefallen, wie wenig die Bäume auf dem Boden Raum für ihre Wurzeln entfalten können, und wie eng teilweise Asphalt oder Steinplatten den Stamm umgeben.
 
Wenn die Bäume durch die baulichen Maßnahmen bereits in dieser Weise eingeschränkt werden, warum dann den Raum nicht zusätzlich für Pflanzen nutzen, und den Baum durch ein innovatives Konstrukt im Sommer vor der Hitze bewahren? 

 
So war die Idee von LeRaBox geboren :-)


Herbst 2019

 
Doch wie ging es weiter?
Gestartet haben wir im Herbst 2019 oberhalb des Bodensees an einem für uns sehr magischen und inspirierenden Ort. Im Cloud2Sky entstanden erste Zeichnungen und kreative Ausgestaltungen. Neben den zu bauenden Prototypen konnten wir den Ideenreichtum kaum zügeln. Integrierte Sitzmöglichkeiten, Hundehacken, Fahrradständer, Stromgewinnung über Solarflächen, Beleuchtung, Lademöglichkeiten für Smartphones, Bewässerungssysteme, Insektenhotels oder gar Werbeflächen - die Möglichkeiten schienen unbegrenzt!
Voller Tatendrang und mit einem wundervollen Bild fuhren wir zurück - und der Winter kam schneller als gedacht.


Winter 2019 / 2020

 

Über die Winterzeit arbeitete viel in unseren Köpfen und der Austausch mit vielen Spezialisten bestätigte unsere Vision. Erste Zeichnungen von Jochen lösten die gemalte Version ab und zeigten tolle Möglichkeiten und Versionen die parallel zum Aufbau auch im Transport einfach zu handhaben sind. Unser Ziel war zu diesem Zeitpunkt möglichst auf einer Palette die komplette Konstruktion zum Kunden transportieren zu können. Auf einer zweiten Palette sollte der Inhalt wie Blähton, Zwischenfüllung, Erde und Bepflanzung geliefert werden - den Dünger nicht zu vergessen ;-)


Frühjahr 2020

 

Der sehr milde und damit zu den Ursprungsgedanken passende Winter sorgte bereits im Februar für außerordentlich warme Tage. So entschlossen wir uns kurzfristig mit dem Bau eines runden Prototypen zu beginnen. Ohne Spezialwerkzeug eine interessante Herausforderung, die im ersten Schritt eine viel zu flexible runde Box ergab. Mit einem verzinkten Lochband auf der Innenseite waren Spaltmaße zu groß und die Stabilität nicht wirklich gegeben. Und wieder kam uns das Wetter zu Hilfe. Viel Regen ließ das Holz fortwährend quellen und starker Wind im Wechsel schob die runde Box immer wieder "in Form". Mit dem im weiteren außen unter Spannung angebrachtem Lochband stabilisierte sich die Form so sehr, dass wir sie anschließend wie ein offenes Fass über die Wiese rollen konnten!

Nach der Auskleidung mit Noppenfolie (auch wenn uns das Plastik widerstrebte muss dies zum Schutz des Holzes vor Nässe sein) konnten wir mit der Füllung beginnen. Gleich zwei Fahrten zum Baumarkt waren nötig um den guten Kubikmeter an Füllung heranzuschaffen! 

 

Nach dieser ersten haptischen Erfahrung war der uns schon lange übermittelte Kontakt zu einer Schreinerei notwendig geworden. Mit vielen Ideen und Erfahrungsberichten von Gabriele Bott aus der Schreinerei Bott im Gepäck sollte es weitergehen. Denn wer rund bauen kann, darf auch eckig fortfahren.

Diesmal mit robusterem, haltbarerem und kantigem Holz gelang der Bau viel schneller und war bereits nach drei Stunden zum Einsatz bereit. Mit einem geschickten System ist es möglich die Endmontage der beiden Bauteile um den Baum herum schnell und einfach vornehmen zu können.

 

Der Gedanke an Marketing und Vertrieb ließ uns nicht los. Wie können wir unseren Ansprechpartnern, vor allem jenen, die nicht hier in der Umgebung sind, einen plastischen und haptischen Eindruck verschaffen? Die Idee: lasst uns Modelle bauen, diese bepflanzen und einen künstlichen Baum in der Mitte erschaffen.


April 2020

 

Endlich - es ist soweit! Der erste Baum findet seine LebensRaum-Box!

Wir haben grünes Licht von unserem Bürgermeister, Herrn Walter Weber bekommen und dürfen unsere erste LebensRaum-Box um einen bestehenden Baum aufstellen! Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmals für diese besondere Möglichkeit!
Mit Schweiß und Kraft wurden alle notwendigen Materialien für die Befüllung besorgt und das bereits im Frühjahr gebaute Grundgestell neben den Baum gebracht. Den Untergrund stellt unter diesen Bedingungen ein grober Schotter dar. Darum ist es besonders notwendig die Unterseite für Nager jeder Gattung relativ undurchdringlich zu gestalten. 
Um in den kommenden Monaten und Jahren die Haltbarkeit des verwendeten Holzes beobachten zu können, haben wir zwei Kammern mit und zwei ohne Noppenfolie ausgelegt. Der untere Bereich wurde Tongranulat gefüllt, gefolgt von Pinien Holzschnitzeln bis zu einer Füllhöhe von etwa 40 cm. Der Rest wurde mit Bio-Blumenerde aufgefüllt.
Die Bepflanzung erfolgte in allen 4 Kammern unterschiedlich, um möglichst viele Hinweise im Wachstum erforschen zu können. Bei der Qualität haben wir uns auf bingenheimer saatgut festgelegt und darauf geachtet, demeter-Standard zu setzen.


Mai 2020

 

LebensRaum-Box wird Forschungsprojekt

Seit diesem Monat ist die LebensRaum-Box zudem ein offizielles Forschungsprojekt zur Beobachtung der Wärme- und Feuchtigkeitsentwicklung des Baumes selbst geworden. In regelmäßigen Abständen werden am Stamm und an der Wurzel die Temperatur und die Feuchtigkeit gemessen. Ein weiterer Baum in ähnlich exponierter Lage dient dabei als Referenz. Auch hier werden diese Messungen durchgeführt!


Bleiben Sie gespannt wie es weitergeht!